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Christina Anger / Oliver Koppel / Axel Plünnecke Gutachten 8. Oktober 2014 MINT-Herbstreport 2014

MINT – Attraktive Perspektiven und demografische Herausforderung

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MINT-Herbstreport 2014
Christina Anger / Oliver Koppel / Axel Plünnecke Gutachten 8. Oktober 2014

MINT-Herbstreport 2014

Gutachten für BDA, BDI, MINT Zukunft schaffen und Gesamtmetall

Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

MINT – Attraktive Perspektiven und demografische Herausforderung

Analysen zu Determinanten von Wachstum und Innovationen in Volkswirtschaften zeigen, dass MINT-Kräften eine hohe Bedeutung zukommt. Ein empirischer Blick auf die Branchen in Deutschland bestätigt, dass eine hohe MINT-Dichte der Beschäftigung mit hohen Innovationsausgaben und -erfolgen einhergeht. Die fünf Branchen mit der höchsten Anzahl an MINT-Akademikern pro 1.000 Beschäftigten (MINT-Dichte) – Technische/FuE-Dienstleistungen, EDV/Telekommunikation, Elektroindustrie, Fahrzeugbau und Maschinenbau – liegen bei innovationsrelevanten Indikatoren wie Anteil der Innovationsaufwendungen am Umsatz, Anteil des Umsatzes mit neuen Produkten oder Anteil der Unternehmen mit Produktinnovationen in der Spitzengruppe. Neben MINT-Akademikern werden in diesen Branchen auch sehr viele beruflich qualifizierte MINT-Fachkräfte beschäftigt.

Besonders deutlich ist der Zusammenhang zwischen MINT und Innovation in der M+E-Industrie. Zwischen 58 Prozent (Elektroindustrie) und 68 Prozent (Maschinenbau) der Erwerbstätigen in den M+E-Branchen haben eine MINT-Qualifikation (beruflich oder akademisch). Insgesamt vereinen die M+E-Branchen mit 78,5 Milliarden Euro damit bei einem volkswirtschaftlichen Beschäftigungsanteil von 11,4 Prozent rund 57 Prozent der volkswirtschaftlichen Innovationsaufwendungen Deutschlands auf sich. Im Jahr 2010 betrugen die Innovationsaufwendungen noch 66,3 Milliarden Euro und machten einen Anteil von 55 Prozent der gesamtwirtschaftlichen Innovationsaufwendungen aus. Die M+E-Branchen haben damit seit dem Jahr 2010 ihre Innovationsanstrengungen deutlich und überproportional ausgeweitet.

Für Innovationskraft und Wachstum in Deutschland ist es daher ein gutes Zeichen, dass die MINT-Beschäftigung in Deutschland weiterhin dynamisch zunimmt. Im Vergleich zum Jahr 2005 ist die Erwerbstätigkeit von MINT-Akademikern von 1,97 Millionen auf 2,38 Millionen im Jahr 2012 gestiegen (jeweils ohne Absolventen einer Berufsakademie) – eine Zunahme um 20,9 Prozent. Inklusive der Absolventen einer Berufsakademie sind 2,51 Millionen MINT-Akademiker im Jahr 2012 erwerbstätig. Die Erwerbstätigkeit von beruflich qualifizierten MINT-Fachkräften ist im selben Zeitraum von 8,77 Millionen auf 9,52 Millionen gestiegen (jeweils mit Absolventen einer Berufsakademie) – eine Zunahme um 8,6 Prozent.

Auch in der M+E-Industrie, dem Herzstück der deutschen Innovationsaktivität, ist die MINT-Beschäftigung von 2010 auf 2012 nochmals deutlich gestiegen. Die Erwerbstätigkeit von MINT-Akademikern stieg von 564.300 auf 619.200 und die von MINT-Fachkräften von 2.408.700 auf 2.462.700.

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Christina Anger / Oliver Koppel / Axel Plünnecke Gutachten 8. Oktober 2014

Christina Anger / Oliver Koppel / Axel Plünnecke: MINT-Herbstreport 2014 – MINT – Attraktive Perspektiven und demografische Herausforderung

Gutachten für BDA, BDI, MINT Zukunft schaffen und Gesamtmetall

Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

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